Im psychologischen Sinne, bezeichnet ein Trauma eine tiefe, psychische Verletzung, die außerhalb der üblichen menschlichen Erfahrung liegt. Unterschieden wird dabei zwischen

• Traumatyp 1
eine Traumatisierung, die einmalig auf einen Menschen einwirkt und relativ kurz andauert (z.B. Überfälle, Naturkatastrophen, Unfälle etc.)

• Traumatyp 2
mehrere Traumatisierungen, die über einen längeren Zeitraum auf einen Menschen einwirken (z.B. emotionaler Missbrauch, häusliche Gewalt etc.)

Eine „Posttraumatische Belastungsreaktion“ ist eine normale Reaktion des menschlichen Körpers und Geistes auf eine erlebte abnormale Situation (die zudem negativ, verstörend wirkt). Diese Reaktion selbst vergeht zumeist nach kurzer Zeit (wenige Stunden bis einige Tage) wieder und kann sich sehr vielfältig zeigen. Zum Beispiel können plötzlich scheinbar wieder Bilder vor einem Auftauchen (sogenannte „Flashbacks“) oder es liegt wieder der schreckliche Geruch aus der erlebten Szene in der Nase (z.B. Leichengeruch). Erst wenn diese normale Reaktion länger anhält und nicht behandelt wird, kann die sogenannte „Posttraumatische Belastungsstörung“ (PTBS) oder im englischen Original „Post Traumatic Stress Disorder“ (PTSD) entstehen. Diese zeigen sich bei traumatisierten Personen oft auch erst Monate später und gehören jedenfalls psychotherapeutisch behandelt.

Wir begleiten Menschen einerseits unmittelbar nach diesen erlebten Situationen (ob diese als Privatperson, zum Beispiel beim Überbringen einer Todesnachricht, oder im professionellen Umfeld als Helfer oder Arbeitskollege mit dabei waren). Durch kurze Interventionen und Aufklärung kann eine PTSD in den meisten Fällen verhindert werden. Bleiben die Erlebnisse im Körper und Geist verankert, zum Beispiel auch nach erlebten kriegerischen Handlungen, Flucht, langjähriger Vernachlässigung oder Ähnliches, helfen wir Ihnen die Erlebnisse zu verarbeiten und damit der PTBS die Basis zu entziehen.